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Minijob in der Pflege 2026: Alle Regeln zur Verdienstgrenze, Sozialabgaben & Arbeitszeit

Du suchst einen Minijob in der Pflege oder bist Pflegekraft und möchtest dein Einkommen durch einen zusätzlichen Nebenjob in der Pflege aufbessern? Beides ist dank der 603-Euro-Regelung (2026) einfach und ohne dass dafür Steuern oder Sozialabgaben anfallen, möglich.

 

In diesem Beitrag verraten wir dir, welches Gehalt du erwarten kannst, wie viele Stunden du dafür arbeiten und alles, was du sonst noch über Pflege-Minijobs wissen musst.

 

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Minijob in der Pflege (2026) – Gehalt, Neuerungen & Tipps
14:32

Inhaltsverzeichnis

    Gehalt im Minijob: Wie viel darfst du 2026 in der Pflege verdienen?

    Im Jahr 2026 darfst du mit einem Minijob in der Pflege monatlich bis zu 603 € verdienen. Ab 2027 steigt die Grenze sogar auf 633 €.

    Diese sogenannte Verdienstgrenze wird seit 2022 dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt. Sie orientiert sich an 10 Wochenstunden zum gesetzlichen Mindestlohn. Das bedeutet: Wenn der branchenübergreifende Mindestlohn steigt, wächst auch der erlaubte Verdienst im Minijob automatisch mit. 

    Es gibt aber auch Ausnahmen. So darf das Gehalt im Minijob auch mal etwas variieren und über die magische Grenze von 603 € kommen.

    Wichtig ist jedoch, dass dein Gesamtverdienst die jährliche Minijob-Grenze von 7.236 € nicht überschreitet. Einmalige Zahlungen wie das Weihnachts- oder Urlaubsgeld zum Verdienst werden dazu gezählt.

    Bedeutet: Du kannst auch 6 Monate lang 700 € verdienen und anschließend 6 Monate lang 506 € monatlich. In Summe bleibst du damit innerhalb der Grenze.

    Verdienst du durchschnittlich mehr als 603 €, handelt es sich mehr um einen Minijob, sondern um einen Teilzeitjob in der Pflege. Es fallen nun Beiträge für die Sozialversicherung an.

    Hinzu kommt: Solltest du bereits einen Hauptjob haben, wird dein zusätzlicher Teilzeitjob über die unvorteilhafte Lohnsteuerklasse 6 abgerechnet.

    Wie viele Stunden darf ich im Pflege-Minijob arbeiten?

    Wie viele Stunden du im Pflege-Minijob arbeiten darfst, hängt von deinem Stundenlohn ab – nicht von einer festen Stundenzahl.

    Vielmehr musst du nur darauf achten, nicht mehr als 603 € im Monat zu verdienen. Je höher also dein Stundenlohn ist, desto weniger Stunden darfst du im Monat arbeiten.

    👉 Die folgende Übersicht zeigt dir, wie viele Stunden du im Minijob bei verschiedenen Pflege-Mindestlöhnen arbeiten kannst (Stand: 2026):


    Stundenlohn

    Stunden pro Monat (gerundet)

    Stunden pro Woche (bei 4,33 Wochen im Monat)

    16,10 € (Pflegehilfskraft)

    37,5

    8,6

    17,35 € (qual. Pflegehilfskraft)

    34,8

    8

    20,50 € (Pflegefachkraft)

    29,4

    6,8

    22,50 € (Beispiel hörer Lohn)

    26,8

    6,2

    Beispiel: 

    • als Pflegehilfskraft verdienst du mindestens 16,10 € pro Stunde und kannst somit maximal 37 Stunden im Monat arbeiten.
    • als qualifizierte Pflegehilfskraft (mit mind. einjähriger Ausbildung) verdienst du mindestens 17,35 € pro Stunde und kannst maximal 34,5 Stunden im Monat arbeiten.
    • als Pflegefachkraft verdienst du mindestens 20,50 € pro Stunde und kannst somit maximal 29 Stunden im Monat arbeiten.

    Pflege-Mindestlöhne steigen weiter

    Die folgenden Mindestlöhne gelten bis 30.06.2026 – danach steigen sie erneut:

    Qualifikation

    aktuell

    ab 01.07.2026

    ab 01.07.2027

    Für Pflegehilfskräfte

    16,10 €

    16,52 €

    16,95 €

    Für qualifizierte Pflegehilfskräfte (mind. einjährige Ausbildung)

    17,35 €

    17,80 €

    18,26 €

    Für Pflegefachkräfte

    20,50 €

    21,03 €

    21,58 €

     

    Allgemeiner Mindestlohn vs. Pflege-Mindestlohn

    Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 13,90 € pro Stunde. Auf dieser Basis wurde die Minijob-Verdienstgrenze auf 603 € im Monat festgelegt. Sie orientiert sich an 10 Wochenstunden zum Mindestlohn.

    ⚠️ In der Pflegebranche gelten jedoch höhere branchenspezifische Mindestlöhne, gestaffelt nach Qualifikation. Das bedeutet: Pflegekräfte verdienen mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, können dafür aber auch weniger Stunden im Monat arbeiten, um unter der 603 €-Grenze zu bleiben.

    Diese Differenz sorgt oft für Verwirrung: Zwar basiert die Minijob-Grenze auf dem allgemeinen Mindestlohn, aber Pflegekräfte müssen sich bei der Stundenberechnung an den für sie geltenden Pflegemindestlohn halten.

     Kurz gesagt: Pflege-Mindestlöhne liegen über dem gesetzlichen Mindestlohn – das ist gut fürs Gehalt, aber schränkt die mögliche Stundenzahl im Minijob entsprechend ein.

    Für wen eignet sich ein Minijob in der Pflege?

    Ein Minijob in der Pflege ((rüher 450-Euro-Job, später 520-Euro-Job) kann sowohl von examinierten Pflegefachkräften als auch ungelernten Pflegehilfskräften ausgeübt werden. Im Vergleich zu anderen Branchen sind die Gehälter in der Pflege – gerade für ungelernte Kräfte – relativ hoch (→ Gehalt Pflegehelfer:in).

    Passende Minijob-Angebote findest du hier:

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    Wichtig: Positionen wie die Pflegedienstleitung (PDL), Stationsleitung oder andere Leitungsrollen sind als Minijob allerdings meist nicht zu realisieren, da die Übernahme voller Verantwortung in einer Führungsposition in der Regel eine Vollzeitanstellung erfordert.

    gemischtes-pflegeteam

    Pflegekräfte in Weiterbildung oder Studium

    Du hast deine Pflegeausbildung abgeschlossen und planst jetzt eine Fachweiterbildung oder ein Studium?

    • Ein Minijob lässt sich gut mit Lernen kombinieren
    • Nachtdienste und Wochenendschichten bieten zusätzliche steuerfreie Zuschläge
    • Schon wenige Dienste im Monat reichen oft aus, um die 603 €-Grenze voll auszuschöpfen

    Wiedereinsteiger:innen & Eltern

    Du kehrst nach einer Familienpause zurück oder willst als Elternteil flexibel bleiben?

    • Ein Minijob ermöglicht einen sanften Wiedereinstieg ohne Vollzeitstress
    • Planbare Teilzeitschichten lassen sich gut mit Kinderbetreuung verbinden
    • Du bleibst im Beruf, ohne dich zu überlasten

    → Mehr zum Wiedereinstieg in den Pflegeberuf erfährst du hier: Wiedereinstieg in die Pflege: So gelingt deine Rückkehr in den Pflegeberuf nach Elternzeit oder Pause

    Anzeige: Wechsle deinen Job – ohne dich zu bewerben.

    Pflegekräfte im (Teil-)Ruhestand

    Du bist im Ruhestand, möchtest aber weiterhin aktiv bleiben?

    • Mit einem Minijob kannst du deine Erfahrung weitergeben
    • Du bleibst im Team, hast aber volle Kontrolle über dein Pensum
    • Oft steuerfrei & rentenunschädlich (je nach Konstellation)

    Typische Aufgaben im Minijob in der Pflege

    Je nachdem, ob du examinierte Pflegefachkraft bist oder dem Minijob als Aushilfskraft nachgehst, hast du unterschiedliche Aufgaben. Auch die Art der Einrichtung (Krankenhaus, ambulante Pflege oder Altenpflege) bestimmt dein Tätigkeitsfeld.

    Arbeitest du als Pflegefachkraft oder Assistenzkräfte mit 1-2-jähriger Ausbildung, übernimmst du während deiner Schicht in der Regel dieselben Aufgaben wie eine Pflegekraft in Voll- oder Teilzeit.

    Als ungelernte Pflegehilfskraft gehören zu deinen Aufgaben im Minijob die Grundpflege (u. a. Waschen, Toilettengänge), Unterstützung bei den Mahlzeiten oder Begleitung zu Untersuchungen

    Drei Pflegekräfte in weißen Kasacks, die in einem Krankenhausflur Dokumente besprechen

    In welchen Bereichen kannst du im Pflege-Minijob arbeiten?

    Pflege-Minijobs sind 2026 in fast allen Bereichen möglich: von der ambulanten Tour über Schichten im Pflegeheim bis hin zum unterstützenden Einsatz im Krankenhaus. 

    Ambulante Pflege

    Bei einem Minijob in der ambulanten Pflege übernimmst du in der Regel feste Toure, zum Beispiel morgens  oder am Wochenende. Das ist besonders praktisch, wenn du Kinder hast, nach einer Pause wieder einsteigen möchtest oder einfach keine Lust auf Schichtdienste hast. Der große Vorteil: Du weißt vorher genau, wann du arbeitest – und hast oft die Möglichkeit, deine Einsätze mitzugestalten.

    Stationäre Pflege: Wochenenden, Nächte oder einzelne Dienste

    Auch im Pflegeheim oder Krankenhaus sind Minijobber:innen gefragt. Du könntest zum Beispiel regelmäßig ein, zwei Nachtdienste im Monat übernehmen oder am Wochenende aushelfen. Besonders spannend: Zuschläge für Nachtdienste oder Sonntage bekommst du zusätzlich zum Lohn – steuerfrei. Wenn du neben dem Studium oder einer Weiterbildung arbeitest, reicht das oft schon, um auf die 603 € Minijob-Grenze zu kommen.

    Minijob in der Zeitarbeit: Chancen und Besonderheiten

    Als Pflegefachkraft oder Pflegehilfskraft kannst du auch einen Minijob in der Zeitarbeit annehmen. Ein Minijob ist auch eine ideale Möglichkeit herauszufinden, ob Zeitarbeit etwas für dich ist (➝‬ Zeitarbeit in der Pflege: Vor- und Nachteile). Mitunter erhältst du hierbei sogar mehr Gehalt für weniger Arbeit (➝‬ Gehalt Zeitarbeit Pflege). 

    So könntest du bei deinem Hauptjob in der Pflege deine Stunden reduzieren und einen Minijob in der Zeitarbeit annehmen. Da du in der Zeitarbeit tendenziell einen höheren Stundenlohn bekommst und zudem keine Steuer- und Sozialabgaben anfallen, hast du (bei der Kombination Teilzeitjob + Minijob in der Zeitarbeit)  in Summe ein deutlich höheres Nettogehalt bei weniger Diensten.

    Minijob im Springerpool: Flexibel einspringen, fair verdienen

    Eine Alternative zur Zeitarbeit könnte ein Minijob im Springerpool sein. Mitarbeitende in diesem Arbeitsmodell sind keiner festen Station zugeordnet, sondern arbeiten immer dort, wo gerade Bedarf ist. Im Gegensatz zur Zeitarbeit arbeitest du aber nur in einer Einrichtung.

    Als Pflegekraft im Springerpool ist dein Gehalt meist höher als das der „regulären“ Pflegekräfte. Arbeitgeber belohnen die Bereitschaft zur Flexibilität. Tendenziell arbeitest du daher bei einem Minijob im Springerpool weniger Stunden.

    Minijob in der Pflege im Privathaushalt

    Du kannst auch direkt von einer Familie auf Minijob-Basis angestellt werden – zum Beispiel für die stundenweise Betreuung einer älteren Person zu Hause. Das läuft über das sogenannte Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale. Für dich heißt das: brutto = netto, keine Abgaben, volle Flexibilität. Für die Familie ist es günstig, weil sie nur rund 15 % Abgaben zahlt und bis zu 510 € pro Jahr steuerlich absetzen kann.

    👉 Mehr Infos: minijob-zentrale.de → Haushaltsscheck

    Welche Voraussetzungen brauche ich für einen Pflege-Minijob?

    In Deutschland herrscht ein akuter Mangel an Pflegekräften. Durch einen Minijob in der Pflege, sei es im Altenheim, bei einem ambulanten Pflegedienst oder im Krankenhaus, leistest du einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft. Außerdem profitierst du auch persönlich durch den Kontakt mit verschiedenen Menschen und gewinnst neue Perspektiven. 

    Viele Gesundheitseinrichtungen setzen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft oder ein- bis zweijährige Ausbildung zur Pflegehilfskraft voraus. Ein Minijob in der Pflege ist aber auch ohne Ausbildung – als ungelernte Hilfskraft – möglich. Hierzu absolvierst du in der Regel vorab einen mehrwöchigen Basiskurs

    Anschließend unterstützt du Pflegefachkräfte bei grundlegenden Betreuungsaufgaben, wie der Körperpflege, Begleitung zu Untersuchungen oder Hilfe beim Essen. Die Regelungen hierzu unterscheiden sich aber von Bundesland zu Bundesland.

    Für diese Aufgabe benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss. Trotzdem solltest du ein paar persönliche Eigenschaften mitbringen:

    • Zuverlässigkeit
    • Pünktlichkeit
    • Einfühlungsvermögen
    • Freude am Umgang mit Menschen
    • Organisationstalent
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Belastbarkeit
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Teamfähigkeit

    Zudem solltest du eine gewisse Flexibilität mitbringen, was die Arbeitszeiten angeht. Oft sind Schichtdienste, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit notwendig.

    Nachtdienst, Wochenende? – Arbeitszeiten bei Minijobs in der Pflege

    Die Arbeitszeiten in der Pflegebranche sind je nach Einrichtung und den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen sehr unterschiedlich. Schichtarbeit sowie Arbeit an Wochenenden und Feiertagen sind häufig erforderlich. In der Regel hast du als Minijobber:in aber etwas mehr Einfluss auf die Wahl deiner Arbeitszeiten. So sind viele Stellen für Minijobs speziell für Wochenend- oder Nachtdienste ausgeschrieben.

    Gerade solche Dienste können für dich besonders lukrativ sein. Denn die Zuschläge, die du hier bekommst, erhältst du steuerfrei on top. Suchst du dir einen Job als Dauernachtwache in der Pflege, bekommst du je nach Tarif einen Zuschlag von 25 % für die geleisteten Nachtstunden. An Sonntagen sind es rund 50 % und an einigen Feiertagen bis zu 150 % deines Grundlohns.

    Pflegekraft im Nachtdienst in grünen Kasack sitzt nachdenklich in einer Kantine des Krankenhauses mit einem Becher vor sich auf dem Tisch

    Zuschläge im Pflege-Minijob: Was ist steuerfrei?

    Keine Sorge: Minijobber:innen, die an Sonn- und Feiertagen oder nachts arbeiten, erhalten ebenfalls Zuschläge. Auch wenn die Zahlung dieser steuerpflichtigen Zuschläge dazu führt, dass du die 603-Euro-Grenze überschreitest, bleibt dein Status als Minijobber:in erhalten.

    Achtung: Samstagszuschläge gehören nicht zu den lohnsteuerfreien Zuschlägen. Das bedeutet, dass zusätzliche Geld, was du hier bekommst, fällt in die Verdienstgrenze für Minijobs.

    Beispiel: Sabine arbeitet als Pflegefachkraft im Minijob. Sie verdient 22,50 € pro Stunde. Sie arbeitet vier Sonntage im Monat in der Frühschicht von 6:00 Uhr bis 14:00 Uhr ( 24 Stunden im Monat). Zusätzlich zu ihrem Stundenlohn erhält sie 50 % Sonntagszuschlag. Sie verdient insgesamt 810 € steuerfrei.

    Zur Veranschaulichung:

    24 × 22,50 € = 540,00 € plus 24 × 11,25 € = 270 € (Sonntagzuschlag) = 810 €

    Habe ich Urlaubsanspruch als Minijobber in der Pflege?

    Auch Minijobber haben Anspruch auf Urlaub. Für deinen Urlaubsanspruch ist unerheblich, wie viele Stunden du pro Tag arbeitest.  Die Urlaubstage basieren immer auf der Anzahl der Arbeitstage, nicht auf der Arbeitszeit pro Tag.

    Beispiel: Du arbeitest an zwei Tagen in der Woche jeweils vier Stunden. Deine Kollegin arbeitet ebenfalls an zwei Tagen pro Woche, jedoch jeweils acht Stunden. Obwohl du mit acht Stunden pro Woche deutlich weniger arbeitest, habt ihr beide den gleichen Urlaubsanspruch.

    Im Falle von Teilzeit mit unregelmäßigen Arbeitszeiten gilt die Formel: 

    Urlaubsanspruch bei Vollzeit ÷ Jahresarbeitstage einer Vollzeitkraft × tatsächliche Arbeitstage pro Jahr = Urlaubsanspruch bei Teilzeit.

    Brauche ich für den Minijob die Zustimmung meines Hauptarbeitgebers?

    Wenn du als Pflegekraft überlegst, neben deinem Hauptjob einen Minijob in der Pflege anzunehmen, gibt es einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Zunächst ist es oft notwendig, die Erlaubnis deines Hauptarbeitgebers einzuholen. In vielen Arbeitsverträgen ist festgelegt, dass du für Nebentätigkeiten eine Genehmigung benötigst. 

    Dein Arbeitgeber kann die Nebenbeschäftigung untersagen, wenn dadurch ein Interessenkonflikt entsteht, beispielsweise wenn du für einen konkurrierenden Pflegedienst arbeiten möchtest.

    Des Weiteren könnte dein Arbeitgeber Einwände gegen den Minijob haben, wenn dieser deine Leistung beeinträchtigt. Dies ist besonders relevant, wenn durch den Minijob gesetzliche Ruhezeiten nicht eingehalten werden können oder deine Gesamtarbeitszeit die erlaubten 48 Stunden pro Woche übersteigt. 

    Es ist daher ratsam, deinen aktuellen Arbeitsvertrag genau zu prüfen und das Gespräch mit deinem Arbeitgeber zu suchen, um alle notwendigen Genehmigungen einzuholen und mögliche Konflikte zu vermeiden.

     

    Minijob in der Pflege: Vorteile und Nachteile im Überblick

    Ein Minijob in der Pflege kann eine flexible und sinnvolle Ergänzung zum Berufsalltag sein. Doch neben vielen Vorteilen gibt es auch ein paar Stolpersteine, die du kennen solltest.

    Hier bekommst du einen schnellen Überblick:

    Vorteile Nachteile
    Steuer- und abgabenfrei (ggf. Brutto = Netto) Keine Kranken-, Arbeitslosen- und ggf. Rentenversicherung
    Abwechslung zum Hauptjob oder neue Einblicke Keine Karrierechancen in Leitungsfunktionen
    Weniger belastend als Vollzeit Eingeschränkte Kommunikation durch seltene Präsenz
    Keine Überstunden (theoretisch) Arbeitszeit muss exakt dokumentiert werden

     

    Vorteile eines Minijobs in der Pflege

    Für Arbeitgeber in der Pflege kann es aus verschiedenen Gründen vorteilhaft sein, Minijobber:innen einzustellen. Aber auch die Minijobber:innen haben Vorteile.

    Steuer- und Abgabenfrei arbeiten

    Der große Vorteil eines Minijobs ist, dass dieser steuer- und abgabenfrei möglich ist. Lediglich dein Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbetrag von 15 % des Bruttogehalts an die Rentenversicherung. Dein Eigenanteil beträgt 3,6 % (bei 603 € Lohn also 21,70 EUR).  Der Arbeitgeber zahlt 15 %.

    Von diesem Betrag kannst du dich allerdings befreien lassen, sodass dein Brutto tatsächlich dein Nettogehalt ist. Dann erwirbst du aber geringere Rentenansprüche.

    Neu ab Juli 2026: Eine einmalige Rückkehr aus der Befreiung wird möglich – wer früher auf Rentenbeiträge verzichtet hat, darf die Befreiung künftig einmal rückgängig machen, um wieder voll in die Rentenversicherung einzuzahlen (magazin.minijob-zentrale.de).

    Mehr Abwechslung im Pflegealltag

     Ein Job in der Pflege kann eine willkommene Abwechslung zu einem Hauptjob sein, insbesondere wenn du hier wenig mit Menschen in Kontakt kommst. Aber auch für Pflegekräfte kann ein Minijob in einer anderen Einrichtung eine perfekte Möglichkeit sein, andere Arbeitsweisen oder Fachrichtungen kennenzulernen. Beispielsweise könntest du als persönliche Assistenz für eine Person mit Einschränkungen arbeiten oder Fahrdienste übernehmen.

    Weniger belastend als ein Vollzeitjob

    Teilzeit ist in der Pflegebranche nicht unüblich. Im Jahr 2021 arbeiteten 65 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit (destatis). Die Gründe sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist aber die hohe psychische und physische Belastung. Viele Pflegekräfte können und wollen nicht mehr arbeiten.

    Keine Überstunden

    Du kannst – zumindest theoretisch – keine Überstunden anhäufen, da du andernfalls aus der Minijob-Regelung herausfällst. Allerdings bedeutet dies auch, dass du – bzw. dein Arbeitgeber – deine Arbeitszeiten sehr genau im Blick haben musst.

    Junger Pfleger in blauen Kasack mit Stethoskop um den Hals, steht draußen vor einem Krankenhausgebäude

    Nachteile eines Minijobs in der Pflege

    Neben den genannten Vorteilen bringt ein Minijob auch Nachteile mit sich.

    Geringere soziale Absicherung

    Insofern der Minijob deine einzige Beschäftigung ist, zahlst du nicht in die Kranken- und Arbeitslosenversicherung ein. Das bedeutet, dass du weder Arbeitslosengeld erhältst noch Krankengeld. Lässt du dich von der Rentenversicherungspflicht befreien, sammelst du in der Zeit auch keine Ansprüche für eine spätere Altersrente, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente.

    Kaum Entwicklungsmöglichkeiten

    Positionen wie die Pflegedienstleitung (PDL), Stationsleitung oder andere Leitungsrollen sind als Minijob nicht möglich. Die Übernahme von Verantwortung erfordert in der Regel eine vollzeitnahe Anstellung.

    Erhöhter Abstimmungsaufwand im Team

    Als Minijobber:in bist du nicht so oft vor Ort. Folglich kann es sein, dass du neue Standards oder Änderungen an Arbeitsabläufen nicht mitbekommst. Hier liegt es an dir, aktiv nachzufragen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

    Minijob in der Pflege gesucht? So findest du passende Stellen

    Falls du auf der Suche nach flexiblen Minijobs in der Pflege bist, ist Care Rockets die ideale Plattform für dich. Die Anmeldung ist einfach und vollkommen kostenlos. Und das Beste: Arbeitgeber in der Pflege bewerben sich bei dir.

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    FAQ zu Minjob in der Pflege

    Ein Pflege-Minijob eignet sich für examinierte Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und auch ungelernte Helfer:innen. Besonders praktisch ist er, wenn du Studium, Ausbildung oder Familie mit der Arbeit verbinden möchtest.

    Die Arbeitszeiten sind flexibel und oft auf Wochenend- oder Nachtdienste ausgerichtet. Diese sind besonders lukrativ, da du Zuschläge steuerfrei erhältst – bis zu 150 % an Feiertagen.

    Ja, auch im Minijob steht dir Urlaub zu. Die Zahl der Urlaubstage richtet sich nach den Arbeitstagen pro Woche, nicht nach den Stunden. Arbeitest du z. B. an zwei Tagen pro Woche, hast du denselben Anspruch wie Kolleg:innen mit längeren Schichten.

    Wenn du bereits einen Hauptjob hast, musst du deinen Arbeitgeber in der Regel über den Minijob informieren. Besonders wenn du in einer konkurrierenden Einrichtung arbeitest oder Ruhezeiten verletzt werden könnten, kann dein Arbeitgeber die Nebentätigkeit ablehnen.

    Du arbeitest steuerfrei, sammelst wertvolle Erfahrung und kannst deine Arbeitszeit flexibel gestalten. Ein Minijob bietet dir Abwechslung, zusätzliche Einkünfte und ist körperlich sowie zeitlich weniger belastend als eine Vollzeitstelle.

    Ja, da du nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist, erhältst du kein Krankengeld oder Arbeitslosengeld. Zudem sind Karriereoptionen in Leitungsfunktionen mit einem Minijob kaum möglich.

    Auf Care Rockets kannst du dich kostenlos anmelden. Bei uns bewerben sich Arbeitgeber bei dir.

    a, aber Achtung: Die Verdienstgrenzen gelten für alle Minijobs zusammen. Wer neben einem Hauptjob noch mehrere Minijobs ausübt, muss darauf achten, dass insgesamt 603 € nicht überschritten werden; sonst werden die Jobs sozialversicherungspflichtig.

    Ja – Minijobs gibt es in ganz Deutschland, z. B. in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Leipzig und vielen ländlichen Regionen. Auf Care Rockets findest du Angebote in deiner Nähe.

    Autor:in
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    Denise Ni

    SEO-Managerin, Care Rockets GmbH

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    Denise Ni ist SEO-Managerin bei Care Rockets und bringt neben ihrer Expertise in der Content-Erstellung auch praktische Pflegeerfahrung aus fünf Jahren im Seniorenheim mit.

     

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